Zehn Millionen Schweiz – wovor haben wir eigentlich Angst?
Reto Weiss · 07. Juni 2026
Bei der Abstimmung über die "Keine 10-Millionen-Schweiz!" gibt es kein richtig oder falsch. Es wäre aber schön, wenn sich beide Seiten der jeweiligen Konsequenzen bewusst wären. Bei einem JA müsste der demografische Wandel innert weniger Jahre in die entgegengesetzte Richtung gehen (höhere Geburtenraten). Bei einem NEIN müssten wir endlich aufhören, von Verdichtung zu sprechen, sondern tatsächlich auch dichter bauen. Beides ist in der Schweiz aktuell unrealistisch und genau das ist das Problem!
Angst ist ein schlechter Ratgeber
Loa Wild · 03. Juni 2026
Wenn viele Menschen in einem Land leben und arbeiten wollen, ist das meist ein Hinweis darauf, dass dieses Land überdurchschnittlich gut funktioniert. Eine starke Wirtschaft, ein gutes Bildungssystem, politische Stabilität, hohe Lebensqualität und eine starke Währung tragen dazu bei, dass ein Land attraktiv wird – Faktoren, die gerade die Schweiz auszeichnen. Wachstum ist deshalb zunächst einmal ein Nebenprodukt von Erfolg. Genau diesen Erfolg greift die SVP mit ihrer Initiative an.

Zug profitiert von Offenheit
Tabea Estermann  · 22. Mai 2026
Die Welt ist komplex. Darauf gibt es selten einfache Antworten. Umso wichtiger ist es, dass wir mit Zuversicht, Offenheit und Pragmatismus handeln, statt auf Abschottung und Angstpolitik zu setzen. Die «Chaos-Initiative» löst keine unserer Herausforderungen, sondern gefährdet in erster Linie die Personenfreizügigkeit und damit die Beziehung zu unseren europäischen Nachbarn.
Die Schweiz steht nicht still. Warum wir jetzt mutig abstimmen müssen
Kim Rast · 17. Mai 2026
Die Schweiz ist ein starkes Land. Nicht weil wir perfekt sind. Nicht weil wir alles besser machen als andere. Sondern weil wir gelernt haben, Probleme pragmatisch zu lösen, Verantwortung zu übernehmen und gemeinsam nach vorne zu gehen. Genau deshalb macht mir die «Keine 10 Millionen Schweiz» Initiative Sorgen. Sie verkauft einfache Antworten auf komplexe Fragen. Sie spielt mit Ängsten und tut so, als könne man die Zukunft unseres Landes mit einer einzigen Zahl lösen.

Die Schweiz braucht eine Verwaltungsbremse!
Melanie Racine · 07. Mai 2026
Der Staat wächst und wächst – und alle schauen tatenlos zu. Die Schweiz war einst ein Vorbild für Eigenverantwortung, Föderalismus und einen schlanken Staat. Doch diese Stärken sind längst ins Wanken geraten. Der Staatsapparat wächst – leise, stetig, ungebremst. Diesem ungebremsten Wachstum wollen wir von den Jungfreisinnigen Schweiz ein Ende setzen. Am 14. April 2026 haben wir unsere Initiative für eine Verwaltungsbremse lanciert.
Ausnahme statt Alternative: Weshalb strengere Regeln für den Zivildienst sinnvoll sind
Jill Nussbaumer · 28. April 2026
Wir leben in unsicheren Zeiten. Die Schweiz ist auf eine einsatzfähige Armee und einen starken Zivilschutz angewiesen. Die Bestände dieser Organisationen dürfen nicht weiter ausgehöhlt werden. Bei dieser beschlossenen Gesetzesänderung handelt es sich deshalb nicht um eine eigentliche Verschärfung, sondern um die Korrektur von Fehlentwicklungen der letzten Jahre.

Ein Ja zum Zivildienstgesetz ist ein logischer Schritt für mehr Sicherheit
Reto Weiss · 25. April 2026
Mit sechs Massnahmen wollen Bundesrat und Parlament die Zahl der Zulassungen zum Zivildienst senken. Damit soll die verfassungsrechtliche Vorgabe durchgesetzt werden, dass keine Wahlfreiheit zwischen Militärdienst und Zivildienst besteht. Diese Vorlage ist aus meiner Sicht längst überfällig, und ich bedaure, dass immer zuerst Krieg ausbrechen muss, bevor die Politik die Wichtigkeit der Sicherheitspolitik – einer Kernaufgabe des Staates – erkennt.
So konservativ sind die Männer der Gen Z? – Eine Generation im Spannungsfeld neuer Rollenbilder
Loa Wild · 27. März 2026
Vor einigen Wochen dominierte plötzlich eine steile These die sozialen Medien: «Gen Z Männer sind konservativer als ihre Grossväter!» Eine der meistzitierten Aussagen daraus: 31 % der jungen Männer finden, dass eine Ehefrau ihrem Ehemann zu gehorchen hat. Doch es lohnt sich – wie so oft – einen differenzierteren Blick auf die Studie zu werfen. Denn das Phänomen ist deutlich komplexer, als es uns mancher Insta-Account glauben lassen will.

What Switzerland Can Learn from Hong Kong – and What It Can’t
Reto Weiss · 19. März 2026
At first glance, Switzerland and Hong Kong could hardly be more different - geographically, historically, and politically. And yet both highly developed societies face the same challenges: a housing shortage, rising prices, and a population that continues to grow despite limited land. Both regions attract people from all over the world, which creates prosperity but at the same time puts enormous pressure on the housing market. What solutions are available for these two regions?
Was die Schweiz von Hong Kong lernen kann – und was nicht
Reto Weiss · 18. März 2026
Die Schweiz und Hong Kong könnten auf den ersten Blick kaum unterschiedlicher sein, geografisch, historisch, politisch. Und doch haben beide hochentwickelten Gesellschaften mit denselben Herausforderungen zu kämpfen: Wohnraummangel, steigende Preise und eine Bevölkerung, die trotz begrenztem Boden weiter wächst. Beide Regionen ziehen Menschen aus aller Welt an, was Wohlstand schafft, aber gleichzeitig enormen Druck auf den Wohnungsmarkt ausübt. Welche Lösungen gibt es für diese beiden Regionen?

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