Imperialismus

Wer bei Wort "Imperium" an Star Wars denkt, kann sich diesen Artikel möglicherweise sparen. In Episode 4 bis 6 kämpfen die "Rebellen" um Luke Sykwalker, Prinzessin Leia und Han Solo gegen das "Imperium" um Darth Vader und den Imperator. Auch wenn Star Wars die Problemstellung stark vereinfacht lässt sich sagen: "Imperialismus ist die Politik der Herrschaftsausweitung einer Nation durch direkte Intervention in Angelegenheiten eines anderen Staates sowie die Eroberung (Invasion) von Gebieten und deren Bevölkerung zwecks Reichsbildung".


Irakkrieg 2003

Ein aktuelles und sehr eindrückliches Beispiel für Imperialismus stellt die völkerrechtswidrige Invasion der USA und weiteren Staaten (*1) in den Irak dar. Nach den Terroranschlägen 2001, nutze die Bush-Regierung der USA die Gunst der Stunde um einen Präventivkrieg gegen den Irak zu starten. Als Begründung wurden angebliche Massenvernichtungswaffen angegeben, die nachher nie gefunden wurden. Die Begründung des Irakkrieges ist als falsch erwiesen. 
Die USA und sämtliche Mitgliedsstaaten der Koalition der Willigen (*1) erhielten kein UN-Mandat des UN-Sicherheitsrats und brachen somit das Verbot eines Angriffskrieges in der UN-Charta. Die USA und Grossbritannien verhinderten mit ihrem UN-VETO, dass der UN-Sicherheitsrat der Irakkrieg verurteilte. 

Die tatsächlichen Kriegsgründe dürften wirtschaftliche (Öl) und geopolitische (Machtausbau im Nahen Osten) Interessen der westlichen Staaten sein.
Während des Irakkrieges wurden zahlreiche Kriegsverbrechen begangen und mindestens 120000 Zivilisten getötet. 
Die seither instabile Lage im Irak führte dazu, dass sich der Islamische Staat (IS) bilden und ausbreiten konnte. Der IS verübte unter anderem diverse Terroranschläge in Europa mit mehreren Hundert Todesopfer.
Wiederum führten diese Terroranschläge zu Kriegshandlungen vonseiten Frankreich gegen den Nahen Osten und zu einem Erstarken der Rechtspopulistischen Parteien in Europa (z. B. die AFD in Deutschland).

*1  Die Koalition der Willigen umfasste mehr als 40 Mitgliedsstaaten, unter anderem:  Afghanistan, Albanien, Australien, Bahrain, Dänemark, Eritrea, Estland, Grossbritannien, Island, Italien, Japan, Katar, Niederlande, Norwegen, Portugal, Saudi-Arabien, Spanien, Südkorea, Türkei und Usbekistan.

Quellen