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Die Sache mit den Statistiken

Vorsicht! Dieser Blogeintrag repräsentiert die Meinung von Weiss Reto. Nach wie vor hält sich der Autor an Fakten, aber hier wird bewusst NICHT neutral geschrieben.

Es sind alarmierende Erkenntnisse der Weltgesundheitsorganisationen (WHO) fast 6% der Mädchen und fast 8% der Buben sind fettleibig, 1975 war es bei beiden nur rund 1%. In der Schweiz sind rund 19% der unter 18 Jährigen übergewichtig und 7% der Knaben und 4.6% der Mädchen sind sogar fettleibig. Mindestens 124 Millionen Kinder sind von Fettleibigkeit betroffen.
 Die WHO warnt vor einem ungesunden Lebensstil, ruft dazu auf sich mehr zu bewegen und sich ausgewogen und gesund zu ernähren. Leanne Riley die WHO-Teamleiterin in Genf warnt vor Krankheiten wie Diabetes, Krebs oder Schlaganfällen, die aufgrund von Übergewicht entstehen.
"Übergewicht in der Kindheit oder in der Jugend verursacht auch soziale psychologische Probleme bei den Kindern", warnt Riley. " Es bedeutet mehr Stigmatisierung, mehr Mobbing und schlechtere Schulergebnisse."

Doch es gibt auch erfreulichere Statistiken. Eine "seriöse Umweltschutzorganisation", die nicht mit Namen genannt werden möchte, hat berechnet dass, ein durchschnittlicher Sportwagen der Marke Porsche rund 50% umweltfreundlicher ist als ein Linienbus. Umweltbewusste Personen sollten daher vom ÖV wieder auf das Auto umsteigen, dem Umweltschutz zuliebe.
Falls Sie diese Berechnung für unseriös halten, liegen Sie richtig. Doch die Berechnung ist theoretisch gesehen 100% wahrheitsgetreu, wenn man mit folgenden realistischen Werten rechnet:
Treibstoffverbrauch des Porsche: 15l / 100km.
Treibstoffverbrauch eines Linienbusses: 30l / 100km.
Der Porsche verbraucht nur die Hälfte des Treibstoffes und ist deshalb 50% umweltfreundlicher als der Linienbus. 
Falls Sie sich jetzt folgenden Gedanken gemacht haben: "Ein Linienbus kann aber deutlich mehr Personen transportieren als ein Porsche". Dann bewerben Sie sich unverzüglich bei der WHO, Fachkräfte scheinen dort Mangelware zu sein.
 
Ich möchte zuerst ganz klar erwähnen das Übergewicht tatsächlich ein weltweites Problem ist, auch eine gesunde Ernährung und sportliche Betätigung sind äusserst wichtig für die Gesundheit jedes Menschen.
Doch die WHO macht seit 1975 jedes Jahr den genau gleichen Fehler beim BMI-Index.
Körpergewicht geteilt durch das Quadrat der Körpergrösse ergibt eine Zahl, ist diese grösser als 30 sind Sie angeblich fettleibig und zwischen 25 und 30 sind Sie übergewichtig. Werte zwischen 18.5 und 25 gelten als "normalgewichtig".

Der Bodybuilder Ronnie Coleman aus den USA ist mit einer Grösse von 180cm und rund 140Kg Gewicht nicht nur übergewichtig, sondern sogar sehr stark fettleibig.

Neben dem Körpergewicht und der Körpergrösse, müssten folgende Faktoren zur Berechnung miteinbezogen werden:

  • Geschlecht
  • Alter
  • Körperfettanteil
  • Bauchumfang
  • Körperbautyp (Ektomorph, Mesomorph, Endomorph oder Mischtypus)

Warum der BMI-Index sich trotz harscher Kritik nach wie vor halten kann, dürfte schlicht und einfach an der Einfachheit liegen.
Ein Wechsel des Systems würde auch Probleme mit der Vergleichbarkeit mit sich ziehen, so könnten die Daten von 1975 nicht mehr mit aktuellen Daten verglichen werden.

Quellen

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