· 

Familien entlasten

Familien entlasten

Im März 2026 stimmen wir über die Individualbesteuerung ab. Die Vorlage ist eine Chance, Familien und Erwerbstätige spürbar zu entlasten. Mit der Individualbesteuerung wird jede erwachsene Person nach ihrem Einkommen und Vermögen besteuert. Unabhängig davon, ob sie verheiratet ist, im Konkubinat lebt oder alleinstehend. Das macht die Steuerlast nachvollziehbarer, stärkt die Eigenverantwortung und sorgt für Gleichbehandlung. Bundesrat und Parlament haben dafür einen praxistauglichen Vorschlag ausgearbeitet.

 

Ein zentrales Plus für Familien ist der deutlich höhere Kinderabzug bei der direkten Bundessteuer: Der Abzug soll pro Kind von CHF 6'700 auf CHF 12'000 steigen. Abzüge für Kinder werden dann grundsätzlich hälftig zwischen den Eltern aufgeteilt. So kommt die Entlastung dort an, wo sie gebraucht wird – und bleibt auch dann erhalten, wenn Tarife angepasst werden.

Ebenso wichtig ist die Beseitigung der Heiratsstrafe. Heute zahlen Paare mit identischem Gesamteinkommen oft mehr Bundessteuern, sobald sie heiraten. Das ist unfair. Mit der Individualbesteuerung verschwindet diese Heiratsstrafe. Der Zivilstand entscheidet nicht mehr über die Steuerrechnung und die Eigenständigkeit jeder Person wird gestärkt. 

Heute wird in vielen Haushalten das zweite Einkommen so hoch besteuert, dass sich Mehrarbeit kaum lohnt. Zusammen mit Betreuungskosten entsteht der falsche Anreiz, weil die Kosten zusätzlicher Arbeit hoch sind. Ein modernes Steuersystem soll das Gegenteil erreichen: Arbeit muss sich lohnen.

Darum empfehle ich ein klares Ja zur Individualbesteuerung im März 2026. Für ein Steuersystem, das in unsere Zeit passt.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0