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Anne-Sophie Morand, die progressive Speerspitze der FDP

Die progressive Speerspitze der FDP

Ist die FDP progressiv? Falls ja, weshalb redet man in den Medien immer von "bürgerlich" bzw. "rechts"?

Eigentlich unterscheidet man im politischen Spektrum zwischen rechts, links, liberal, progressiv, konservativ und nationalistisch. Dazu stossen noch rund zwei Dutzend Untergruppen (Anarchisten, Kommunisten, Technokraten etc.). In der Schweizer Medienlandschaft macht man es sich aber häufig sehr einfach, man unterscheidet lediglich zwischen links und bürgerlich. Dies ist, gelinde gesagt, lächerlich und entspricht definitiv nicht dem politischen Niveau, welches in der Schweiz vorherrschen sollte. 

Wenn man gewissen linken Kreisen Glauben schenkt, dann ist die FDP gar eine "rechte" Partei. Auch das stimmt so nicht, den zwischen rechtsliberal und rechts besteht ein gewaltiger Unterschied.

Dass die linksliberalen Grünliberalen und die konservativ-nationalistische EDU in den gleichen Topf "bürgerlich" geworfen werden, ist ein Armutszeugnis sondergleichen für den hiesigen Journalismus. 

Die FDP steht im politischen Spektrum eher am rechten Rand des progressiven Spektrums, trotzdem oder gerade deswegen, ist die FDP die stärkste progressive Kraft in der Schweiz.

Trotz leichtem rechts-Drall, im Kern ist die FDP konsequent progressiv, sie unterstützt technische Innovationen (Gentechnik, Automatisierung, Digitalisierung), setzt sich für eine gesunde Balance zwischen Wirtschaft und Umwelt ein und sie unterstützt sämtliche Vorstösse für eine progressive Gesellschaft (Individualbesteuerung, gleiche Rechte für Homosexuelle etc.).

In einer Partei mit sage und schreibe 120000 Mitgliedern ist es aber nachvollziehbar, dass es auch verschiedene Meinungen gibt.

Das berühmteste Beispiel dürfte die aktuelle Parteipräsidentin Petra Gössi sein. Auch wenn Frau Gössi nicht konservativ ist, so wäre der Begriff progressiv für sie dann wohl doch zu viel des Guten.

 

Dafür kann man eine sehr überzeugende progressive FDP-Politikerin am 20. Oktober 2019 in den Nationalrat wählen. Vorausgesetzt man ist im Kanton Luzern stimm- und wahlberechtigt.

Anne-Sophie Morand

Um zu beweisen, dass Frau Morand durch und durch progressiv ist, reicht es schon zu erwähnen, dass sie Mitorganisatorin der Pride Zürich ist. Um das Ganze aber sauber zu untermauern, gehe ich hier tiefer in die Details. Schliesslich hat mein Smartvote-Profil die höchste Übereinstimmung mit ihrem Profil (von allen Kandidaten der ganzen Schweiz!).

Werdegang

2000-2006

Matura an der Kantonschule Alpenquai Luzern

 

2006 - 2009 

Bachelor of Law an der Universität Luzern

 

2009 - 2010 

Sprachaufenthalt in Sidney

 

2010 - 2012

Master of Law - Zweisprachig an der Universität Luzern und der Universität Neuchâtel

 

2013 - 2016 

Doktorat an der Universität Luzern

 

2018 

Auszeichnung Schweizer Sportrechtspreis 2018
(Hier finden Sie mehr Informationen bezüglich der Auszeichnung von Frau Dr. Morand).

Die Schnelldenker unter uns haben bestimmt schon erahnt, dass Anne-Sophie Morand vermutlich als Juristin arbeitet. Konkret arbeitet Sie als Dozentin im Privatrecht (Universität Luzern) und Wissenschaftliche Politikstipendiatin/Mitarbeiterin Parlamentsdienste Bundeshaus Bern, bei den Kommissionen für Umwelt, Raumplanung und Energie (UREK) des National- und Ständerates.

In der Vergangenheit hat sie ein Anwaltspraktikum (bei der Kanzlei Fellmann Tschümperlin Lötscher AG in Luzern) und ein Gerichtspraktikum (beim Bezirksgericht Kriens) absolviert und war Jahre lang wissenschaftliche Assistentin (am Schluss auch Oberassistentin) am Lehrstuhl für Privatrecht und Privatrechtsvergleich an der Universität Luzern und arbeitet zudem über Jahre am Berufsbildungszentrum Luzern als Lehrerin/Stellvertretung für Allgemeinbildung. 

Welche progressiven Positionen bezieht Anne-Sophie Morand?

  • Förderung der Digitalisierung unter Berücksichtigung des Datenschutzes.
  • Innovationsförderung (insbesondere im Bezug zur fortschreitenden Digitalisierung).
  • Verbesserung und Förderung der digitalen Kompetenzen an Schulen und Universitäten.
  • Bessere finanzielle Unterstützung der beruflichen Weiterbildung.
  • Saubere Trennung von Staat und Kirche (Säkularität).
  • Gleichstellung der Geschlechter.
  • Rechtliche Gleichstellung aller Familien und Lebensmodelle.
  • Einführung der Individualbesteuerung.
  • Einführung eines flexiblen Elternurlaubes.
  • Eine nachhaltige, wachstumsorientierte Wirtschaftspolitik.
  • Umsetzbare Massnahmen für eine saubere Umwelt.
  • Nachhaltige Einwanderungs- und Integrationspolitik.
  • Qualitativ gute und gesicherte Gesundheitspolitik.
  • Stärkung der Eigenverantwortung der Krankenversicherten.
  • Eine wirtschaftsverträgliche Umweltpolitik.
  • Sicherung der AHV bzw. keine Schulden für die nächste Generation.

Weshalb sollten Menschen wie Anne-Sophie Morand in unser Parlament einziehen?

Aktuell wird das politische Geschehen weltweit vor allem durch Populisten geprägt. Dies sind einerseits rechte Populisten, aber anderseits auch linke Populisten (oder wie erklären Sie sich die Inflationen in mehreren südamerikanischen Staaten?).

Dieser Zustand ist sehr unbefriedigend da vor allem der technologische und gesellschaftliche Fortschritt ausgebremst wird. Es braucht nicht noch mehr Idealisten und "Volksvertreter". Es braucht fähige, gebildete Politiker, die an die Zukunft glauben und bereit sind auch einmal zwei Schritte vorwärts zugehen.

Dazu braucht es sowohl Intelligenz (Wissen, logisches Denken etc.) als auch Intellekt (Fähigkeit andere Sichtweisen zu verstehen,  Fähigkeit ein Problem an der Wurzel zu packen und nicht nur die Symptome zu bekämpfen etc.). Anne-Sophie Morand bringt diese Fähigkeiten definitiv mit.
Weder brauchen wir eine "Switzerland first"-Politik (Donald Trump), noch brauchen wir eine "die Welt steht kurz vor dem Abgrund"-Politik (Greta Thunberg).

Die Schweiz braucht eine Politik die auf Fakten beruht, Fakten die auf Statistik, Mathematik und anderen empirischen Forschungsmethoden beruhen und nicht auf dem Bauchgefühl das sagt: "Ja ich hab da so ein schlechtes Gefühl bei Impfungen", "Aber ich glaube, dass Homosexualität heilbar ist" oder "Aber aus dem Kühlturm eines AKWs steigt doch auch CO2 auf?!".

Anne-Sophie Morand glaubt an einen nachhaltigen Fortschritt und ein gesundes Wachstum, sie ist mit ihrem Doktortitel definitiv keine "Quotenfrau" und sie macht ihre Arbeit genau und systematisch. An dem können sich viele andere Parteien eine Scheibe abschneiden.

Welche konkreten Positionen vertritt Frau Dr. Morand?

Um das herauszufinden, habe ich der Frau Morand diverse Fragen gestellt und habe von ihr sehr detaillierte Antworten bekommen:

Könnten neue Atomkraftwerke (der neusten Generation) einen Beitrag zum Klimaschutz in der Schweiz leisten?

Anne-Sophie Morand: "Bei der Produktion von Atomenergie entstehen radioaktive Abfälle. Da diese nach heutigem Wissensstand bis zu 100'000 Jahren strahlen, könnten durch die Abfälle Schäden entstehen. Jedoch können technische Entwicklungen noch nicht abgeschätzt werden, die die Lagerungszeit verringern würden. Solange also der Abbau und Rückbau bzw. die Problematik der Endlagerung nicht gelöst und erforscht sind, sind neue Atomkraftwerke für mich keine Option. 

Gleichzeitig bin ich aber dafür, dass weiterhin in diesem Bereich geforscht wird. Ein Durchbruch wäre es, einen serienreifen Reaktor zu haben, der auch das heute kaum genutzte Hauptisotop des Urans U-238 und einen Teil des nuklearen Abfalls effizient verwerten könnte.

So oder so: Wer das Klima schützen will, saniert z.B. den Gebäudepark, ersetzt Ölheizungen oder sorgt dafür, dass ein Auto zwei statt acht Liter verbraucht. Die Lösung heisst Investition in Effizienz, Innovationen und erneuerbare Energien."


Formel-E Rennen in der Schweiz, ist das sinnvoll?

Anne-Sophie Morand: "Ich bin eine kompetitive Person, die den Wettbewerb mag. Ich mag also jegliche Art von Sport und Wettkampf. Bei Formel-E-Rennen bzw. -Autos befürworte ich, dass sie erneuerbare Energien nutzen und die Elektromobilität fördern. Der Formel-E wird nachgesagt, dass sie ein technisches Laboratorium für unsere künftigen Elektromodelle auf der Strasse sei. Ich befürworte alles, was die Forschung der E-Mobilität beschleunigt und unterstützt.

Gleichzeitig erachte ich es als wichtig, dass bei solchen Anlässen den Bedürfnissen der Bevölkerung Rechnung getragen wird. Es sollte bspw. keine unangemessenen Einschränkungen in der Bewegungsfreiheit der Bevölkerung in der Nachbarschaft oder keine Lärmverschmutzung in ruhigen Quartieren geben. Formel-E Rennen sollen aus meiner Sicht schlussendlich sozial und ökologisch verträglich sein."

 


Sollen Velorouten und der ÖV tendenziell stärker ausgebaut werden als der motorisierte Individualverkehr?

Anne-Sophie Morand: "Es braucht immer ein organsiertes und koordiniertes Nebeneinander. Niemand soll benachteiligt werden und man muss alle Verkehrsträger berücksichtigen bzw. respektieren.

Im Strassenverkehr sollte eine optimale Nutzung der Verkehrsflächen durch alle Verkehrsteilnehmer/innen zugunsten der Verflüssigung und auch Verkehrssicherheit durch ein Gesamtkonzept erfolgen. Hierbei müsste eben gerade auch der Langsamverkehr (Velos, E-Bikes usw.) besser in den Gesamtverkehr integriert werden, damit dieser attraktiver wird.

Sodann könnte man aus meiner Sicht sicherlich das Bahnnetz im ganzen Land verbessern (Kapazität und Geschwindigkeit). Im Übrigen finde ich in Sachen Verkehr das Thema Mobility Pricing sehr interessant. Mobility Pricing geht Hand in Hand mit der Digitalisierung und soll die Auslastung bzw. Verkehrsspitzen «glätten». Hierfür müssen jedoch noch weitere Massnahmen getroffen werden, wie z.B. flexible Arbeitszeitmodelle, angepasste Unterrichtszeiten sowie die Förderung von Home Office und von Fahrgemeinschaften."

 


Die Schweiz hat relativ restriktive Gesetze betreffend Geschwindigkeitsübertretungen um Strassenverkehr. Sollten diese gelockert werden?

Anne-Sophie Morand: "Sicherheit steht an erster Stelle. Im Idealfall bedeutet das, dass sich jede/r Verkehrsteilnehmer/in an die Regeln hält. Wenn restriktive Gesetze notwendig sind, damit die Sicherheit gewährleistet wird, dann haben sich die Geschwindigkeitsregeln und die entsprechenden Sanktionen bewährt. Die Zukunft gehört wohl ohnehin den selbstfahrenden Autos – die Unfallrate würde dadurch um 90% minimiert werden, da 90% der Unfälle auf menschliches Versagen zurückzuführen sind (wohl auch aufgrund von Geschwindigkeitsüberschreitungen)."


Besteht in Ihren Augen die Gefahr, dass eine Frauenquote den Frauen mehr schadet, als nützt?

Siehe mein Blogbeitrag


Welche Schreibweise(n) ist/sind ein Ihren Augen korrekt, wenn alle Geschlechter gemeint sind (mehrere Antworten sind erlaubt)?

  1. Politiker.
  2. Politikerinnen.
  3. Politiker/innen. ->  Ich wähle in der Regel diese Formulierung.
  4. Politikerinnen und Politiker.
  5. Politiker*innen.
  6. Politiker[x]innen.
  7. Politiker(innen).

Soll das Beherrschen einer Programmiersprache zur Allgemeinbildung gehören und sprechend breit an Schulen unterrichtet werden? (zum Beispiel an der Oberstufe der regulären Schulzeit).

Anne-Sophie Morand: "Es ist in Zukunft sicherlich sinnvoll, dass die Grundelemente des Programmierens und der Umgang mit Informatik und Internet generell in der Oberstufe geschult werden. Es ist hierbei aber auch wichtig, dass Schulen den Kindern einen kritischen Umgang mit dem Internet, dem steigenden Medienkonsum und technischen Neuheiten mitgeben."


Besteht in Ihren Augen eine Gefahr, dass, durch die Einwanderung aus anderen Kulturen, gesellschaftliche Fortschritte in der Schweiz rückgängig gemacht werden könnten (zunehmende Homophobie, Antisemitismus, Frauenfeindlichkeit oder sogar eine Einführung der Todesstrafe oder ein Verbot von Abtreibungen)?

Anne-Sophie Morand: "Die Frage, wie weit bspw. Homophobie oder Frauenfeindlichkeit auch mit der Zuwanderung aus machoiden Kulturen im Zusammenhang steht, ist natürlich ein heikles Thema. Die «Sonntags-Zeitung» schrieb 2017 in einem Bericht über den «heimlichen Hass» gegen Schwule, die Täter seien «fast durchweg männlich und von konservativer, machoid geprägter Herkunft». Etwas direkter formuliert heisst das, dass diese Männer oft einen Migrationshintergrund hatten, was gemäss Zeugenaussagen auch bei der jüngsten Attacke gegen Schwule in Zürich der Fall war. Der Aktivist Peter Thommen hat zum vorliegenden Thema eine eigene Theorie: «Für Ausländer, die in der Schweiz als «minderwertig» galten, waren Attacken auf Schwule oft ein Mittel, um in der Hierarchie nicht ganz unten zu stehen. Das galt in den 1960er Jahren für manche Süditaliener und später für Maghrebiner.» Der Aktivist betrachtet Homophobie jedoch als gesamtgesellschaftliches Problem, das immer wieder durch Aufklärung und Sensibilisierung therapiert werden muss, von Generation zu Generation. Ich selber sehe dies ähnlich wie Peter Thommen, möchte aber auch betonen, dass es wichtig ist, dass Personen, welche aus kulturellen Gründen bspw. Frauen als minderwertig betrachten oder gegenüber homosexuellen Menschen gewalttägig sind, sich entsprechend den Schweizer Werten zu verhalten haben und eine entsprechende Integration stattfinden muss."

Um einen noch genaueren Eindruck von den politischen Positionen zu erhalten, habe ich das Smartvoteprofil der Nationalratskandidatin durchgeforscht und gezielt Fragen ausgewählt. Einige Fragen sind mit Kommentar verstehen, andere wurden nur mit JA / NEIN beantwortet. 

Die folgenden neun Fragen zeigen klar auf in welchen Positionen ein grosser Teil der FDP progressiv ist.

Sollen gleichgeschlechtliche Paare in allen Bereichen die gleichen Rechte wie heterosexuelle Paare haben?

JA.

"Love is love! Alle Menschen sollen ihr Leben so gestalten können, wie sie es für richtig halten. Dies gilt natürlich auch für das Privatleben. Die immer noch geltende rechtliche Ungleichbehandlung von homosexuellen zu heterosexuellen Paaren ist im 21. Jahrhundert in der Schweiz unverständlich."


Sollen die Regeln in der Fortpflanzungsmedizin gelockert werden?

JA.


Sollen Ehepaare getrennt als Einzelpersonen besteuert werden?

JA.

"Eine Person = eine Steuererklärung; ganz einfach."


Befürworten Sie eine vollständige Liberalisierung der Geschäftsöffnungszeiten?

JA.


Soll der Kündigungsschutz für ältere Angestellte ausgebaut werden?

NEIN.
"Ein Kündigungsschutz würde ältere Arbeitnehmende aber nur unattraktiv machen und den Arbeitsmarkt einschränken, was sich als Bumerang zuungunsten der Arbeitnehmenden erweisen würde (weniger Arbeitsplätze, frühere Kündigungen etc.)."


Soll der Ausbau des Mobilfunknetzes nach 5G-Standard weiter vorangetrieben werden?

JA.

"Die Schweiz muss Vorreiterin im Technologiebereich bleiben - 5G ist wichtig für einen starken Technologie-Standort. "


Sollen Online-Vermittlungsdienste (z.B. "Airbnb"-Unterkünfte, "Uber"-Taxidienste) stärker reguliert werden?

EHER NEIN.

Innovative digitale Plattformen dürfen nicht überreguliert werden, sonst wird die Schweiz für neue Ideen und Startups unattraktiv. Jedoch müssen alle Akteure einer Branche derselben, gezielten und verhältnismässigen, Regulierung unterstehen. Das Ziel muss letztlich sein, die Regulierung für alle Marktteilnehmer zu reduzieren.


Soll das geltende Moratorium für gentechnisch veränderte Pflanzen und Tiere in der Schweizer Landwirtschaft über das Jahr 2021 hinaus verlängert werden?

NEIN.


Befürworten Sie einen Ausbau des Landschaftsschutzes (z.B. strengere Regeln zum Bauen ausserhalb bestehender Bauzonen)?

JA.


Soll die Einführung der elektronischen Stimmabgabe bei Wahlen und Abstimmungen (E-Voting) weiter vorangetrieben werden?

EHER NEIN.
"Die Überführung in den regulären Betrieb des E-Voting ist zurzeit (leider) noch zu risikoreich."


Befürworten Sie die Kandidatur der Schweiz für einen Sitz im UNO-Sicherheitsrat?

JA.

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Kommentare: 1
  • #1

    Simon (Sonntag, 27 Oktober 2019 13:41)

    Der Blog-Eintrag liest sich wie Satire.